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Der lyrische Tenor Andreas Hermann, geboren in Rottweil am Neckar, studierte zunächst Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Karlsruhe. Es folgte ein Gesangsstudium bei Prof. Reginaldo Pinheiro in Karlsruhe und Freiburg.

Noch während seines Studiums debütierte er an der Oper Frankfurt, wo er in der Spielzeit 2002/03 für mehrere kleine Partien engagiert war. Anschließend führte ihn sein erster Festvertrag nach Bern. Dort übernahm er bereits einige Hauptrollen wie z.B. den Tamino in „Die Zauberflöte“.

Seit 2004 gehört er dem Ensemble des Aalto-Theaters Essen an, wo er nahezu alle wichtigen Partien seines Fachs singt. Dazu gehören vor allem die großen Mozart-Rollen (Tamino, Ferrando, Don Ottavio), Nemorino in „L'elisir d'amore“, der Sänger im „Rosenkavalier“, Fenton in Verdis „Falstaff“, Camille de Rosillon in „Die lustige Witwe“, Lysander in Brittens „Sommernachtstraum“, Nadir in „Les Pêcheurs de Perles“, sowie die lyrischen Wagnerpartien: Steuermann in „Der fliegende Holländer“, Walther von der Vogelweide in „Tannhäuser“, Junger Seemann in „Tristan und Isolde“ und Froh in „Das Rheingold“.
Aus dem Bereich 20. Jahrhundert / zeitgenössische Oper sind der Kalil in der Uraufführung „Die Arabische Nacht“ von C. Jost, der Maler in Bergs „Lulu“ und die Partie des Toni Reischmann aus „Elegie für junge Liebende“ von H. W. Henze zu nennen.

Darüber hinaus war Andreas Hermann für zwei Spielzeiten als Ferrando an der Staatsoper Stuttgart engagiert. Weitere Gastauftritte führten ihn u.a. nach Göteborg (Fenton), Wiesbaden (Ferrando), Mannheim und Saarbrücken (Tamino), Bern (Don Ottavio), Schwerin (Lyonel in „Martha“) sowie an die Komische Oper Berlin (Sänger im „Rosenkavalier“).

In der Spielzeit 2011/12 wird er u.a. als Belmonte in „Die Entführung aus dem Serail“ und Lenskij in „Eugen Onegin“ am Aalto-Theater Essen debütieren, sowie wieder als Lyonel am Staatstheater Schwerin und als Kudrjasch in „Katja Kabanova“ an der Staatsoper Stuttgart zu erleben sein.